Lärm ist “akustischer Abfall” und sehr subjektiv. Schall, der für den einen erwünscht ist, ist für andere eine Zumutung. Für die meisten gilt Presslufthammer von der Baustelle nebenan, laute Musik, Alarmanlagen und Feuerwerksknaller, deutlich als Lärm. Doch auch in unseren eigenen vier Wänden sind wir nicht von unliebsamen Geräuschen verschont. Der Krach vom neuen Nachbarn, der seine Wohnung einrichtet oder eine Einweihungsparty feiert (vorallem wenn wir nicht eingeladen sind
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Aber auch wenn wir Heimwerker uns mit der Kreissäge (von Lärmspezialisten auch „Kreischsäge genannt) auf das fachgerechte Zuschneiden von Laminaten konzentrieren, setzen wir unser Gehör einer enormen Belastung aus.
Lärm ist halt ein notwendiges Übel, denkt ihr? Keineswegs. Ungeschütztes Heimwerken gilt als eine der Hauptursachen für ein vermindertes Hörvermögen und kann schwerwiegende Folgen haben. Wie stark unser Hobby unser Gehör schädigen kann, wie wir unser Gehör wirksam schützen können, hat uns der Spezialist für Lärm und Hörschäden der Suva, Heinz Waldmann beantwortet.
3M Arbeitsschutz: Herr Waldmann, welches sind Lärmwerte beim Heimwerken, die das Hörvermögen beeinträchtigen? Können Sie uns typische Arbeiten beim Heimwerken nennen, die besonders laut sind?
Waldmann: “Es ist immer sinnvoll, einen Gehörschutz zu tragen, wenn Schallpegel Leq von 85 dB(A) überschritten werden. Das ist bei zahlreichen Situationen beim Heimwerken der Fall:

Schallpegel bei div. Tätigkeiten
3M Arbeitsschutz: Das sind ja eindrückliche Werte. Worauf ist beim entsprechenden Gehörschutz zu achten?
Waldmann: “Es kommt nicht darauf an, ob man Gehörschutzkapseln (Pamir), Schaumstoffpfropfen oder vorgeformte Kunststoffpfropfen trägt. Hauptsache, Sie tragen einen geprüften Gehörschutz und nicht nur “Gehörwatte” oder Zigarettenfilter. Wenn die Polster von Gehörschutzkapseln beschädigt oder nicht mehr weich sind oder wenn die Schaumstoffpfropfen spröde sind, müssen sie ersetzt werden. Bewahren Sie all Ihre Schutzausrüstung an einem sauberen Ort auf, damit Sie sie bei Bedarf rasch zur Hand haben.”
Im Anschluss an unser Gespräch schickte uns Herr Waldmann eine Hörprobe, die simmuliert, wie jemand mit einem mittelschweren Hörschaden in einem Restaurant seine Umgebung akkustisch wahrnimmt.
Hört mal:
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Das hat uns erschreckt. Dumpfe Töne, nuschelnde Tischnachbarngespräche und eine rauschende Lärmkulisse im Hintergrund. Nicht mal die Worte der Gesprächspartnerin sind richtig verständlich.
Wenn ihr also KollegInnen kennt, die leichtfertig und ungeschützt ihrem Bastelhobby frönen, oft zu laut Musik hören, und gerne im Sekundentakt 1. August-Knaller in die Luft feuern, empfehlt doch das Beispiel weiter. Nicht mit erhobenem Mahnfinger. Sondern einfach als gut gemeinter freundschaftlicher Ratschlag, wir werden auch weiterhin alles daran setzen, das alle Heimwerker-Ohren geschützt sind.